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Nachtigall auf Ast im Laubwerk

Nachtigall

Luscinia megarhynchos

Freibrüter

Brutzeit

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Die Nachtigall ist ein eher unscheinbarer Singvogel, der vor allem durch seinen außergewöhnlich melodischen und kräftigen Gesang bekannt ist. Ihr braunes Gefieder und die rostbraune Schwanzpartie bieten eine gute Tarnung im dichten Gebüsch. Besonders in der Dämmerung und nachts ist ihr Gesang häufig zu hören.

Die Nachtigall bevorzugt dichte Hecken, Sträucher und abwechslungsreiche Grünflächen mit einer ausgeprägten Kraut- und Strauchschicht und viel Laub. Sie lebt gerne an den Rändern von Auwäldern, in Ufer- und Feldgehölzen sowie in naturnahen Gärten, Parks und auf Friedhöfen. Besonders geeignet sind strukturreiche Lebensräume mit ausreichend Deckung und feuchtem Boden, häufig auch in Gewässernähe.

Die Nachtigall ernährt sich hauptsächlich von Insekten, deren Larven und Spinnen, die sie am Boden und zwischen dem Laub sucht. Auch kleine Schnecken und Regenwürmer gehören zu ihrem Speiseplan. Im Spätsommer und Herbst frisst sie zusätzlich weiche Beeren und kleine, saftige Früchte, beispielsweise von Holunder und Johannisbeeren.

Ihr Nest baut die Nachtigall gut versteckt in der bodennahen Krautschicht oder im dichten Strauchwerk. Dafür verwendet sie unter anderem altes Laub, Gräser und trockene Halme. Eine geschützte Umgebung mit viel Falllaub und dichter Vegetation ist besonders wichtig, damit das Nest verborgen bleibt und die Jungen ungestört aufwachsen können.

Die Nachtigall ist vor allem für ihren lauten, abwechslungsreichen Gesang bekannt. Unverpaarte Männchen singen besonders nachts, um Weibchen anzulocken. Tagsüber dient der Gesang vor allem der Verteidigung des Reviers. Dabei verfügt jedes Männchen über ein beeindruckendes Repertoire von bis zu 200 verschiedenen Strophentypen. Sobald es ein Weibchen gefunden hat, stellt es den nächtlichen Gesang weitgehend ein und singt überwiegend am Tag.

Die Nachtigall sucht ihre Nahrung überwiegend am Boden und in der unmittelbaren Umgebung dichter Sträucher. Während der Brutzeit hält sie sich meist in der Nähe ihres Nestes auf und nutzt geschützte Bereiche zur Nahrungssuche und zum Ruhen.

Die Nachtigall ist ein Zugvogel. Im Spätsommer oder Herbst verlässt sie ihre Brutgebiete in Mitteleuropa und zieht überwiegend nach Afrika südlich der Sahara. Dort findet sie auch während des europäischen Winters ausreichend Nahrung. Im Frühjahr kehrt sie zurück und besetzt geeignete Brutreviere.

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