Zum Inhalt springen
Mauersegler © Frank Beisheim/naturgucker.de

Mauersegler

Apus apus

BrutartGebäudebrüter

Brutzeit

J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D

Der Mauersegler ist ein außergewöhnlicher Flugkünstler, der fast sein gesamtes Leben in der Luft verbringt. Er jagt fliegende Insekten, sammelt Nistmaterial im Flug und kehrt nur zur Brut an geeignete Nistplätze zurück. Als Koloniebrüter lebt er gerne in der Nähe anderer Mauersegler.

Mauersegler verbringen den größten Teil ihres Lebens in der Luft. Zur Brutzeit kommen sie in Städte und Dörfer, wo sie an hohen Gebäuden geeignete Nistplätze finden. Sie brüten bevorzugt in Hohlräumen, Mauerspalten und Nischen unter Dächern oder in Fassaden. Mehrstöckige Wohnhäuser, Fabrikgebäude und andere hohe Bauwerke bieten ihnen häufig passende Brutplätze.

Mauersegler ernähren sich ausschließlich von kleinen Tieren, die sie im Flug fangen. Dazu gehören zahlreiche Insekten und Spinnen, beispielsweise Blattläuse, Käfer, Bienen und Fliegen. Auch schwärmende Termiten gehören in ihren afrikanischen Überwinterungsgebieten zum Nahrungsspektrum. Mit rasanten Flugmanövern erbeutet der Mauersegler seine Nahrung direkt aus der Luft. Die gefangenen Insekten und Spinnen sammelt er zu einem runden Nahrungsballen, den er in seinem Kehlsack zu den Jungen transportiert und an sie verfüttert.

Mauersegler brüten in Hohlräumen und Nischen an Gebäuden, beispielsweise unter Dächern, in Fassaden und in Mauerspalten. Sie sind Koloniebrüter und nisten häufig in unmittelbarer Nähe zueinander. Durch energetische Gebäudesanierungen und moderne Bauweisen gehen jedoch zunehmend geeignete Nistplätze verloren. Spezielle Mauerseglerkästen können helfen, fehlende Brutplätze zu ersetzen. Sie sollten möglichst in geeigneter Höhe an Nord- oder Ostseite und mit freier Anflugmöglichkeit an Gebäuden angebracht werden. Für den Nestbau sammeln sie im Flug leichte Materialien wie Grashalme, Pflanzenfasern, Federn und andere kleine Bestandteile. Diese verbinden sie mithilfe ihres Speichels zu einem flachen, schalenförmigen Nest.

Der Mauersegler ist hervorragend an das Leben in der Luft angepasst. Er kann im Flug Nahrung aufnehmen, schlafen, trinken, sich fortpflanzen und Nistmaterial sammeln. Auch außerhalb der Brutzeit hält er sich überwiegend in der Luft auf. Junge Mauersegler entwickeln ihre Flugfähigkeiten nach dem Ausfliegen selbstständig weiter. Die Anwesenheit erfahrener Altvögel und der Kontakt zu Artgenossen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Mauersegler legen bei der Nahrungssuche häufig weite Strecken zurück und folgen dabei Gebieten mit hohem Insektenaufkommen. Sie jagen über Städten, Feldern, Wiesen, Gewässern und Wäldern. Ihre schnellen, wendigen Flüge führen sie oft weit über den eigentlichen Brutplatz hinaus. Zur Brutzeit kehren sie regelmäßig zu ihrem Nest zurück, um ihre Jungen zu füttern.

Mauersegler sind Zugvögel und verbringen den europäischen Winter überwiegend in Afrika südlich der Sahara. Nach der Brutzeit verlassen sie Mitteleuropa und ziehen in ihre Überwinterungsgebiete. Auch dort ernähren sie sich von fliegenden Insekten und verbringen einen Großteil ihrer Zeit in der Luft. Im folgenden Frühjahr kehren sie zu ihren Brutgebieten zurück.

Was diese Art braucht

Schaffe Lebensraum und erhalte eine Auszeichnung!

Wenn deine Fläche den Anforderungen entspricht kannst du es hier eintragen. Wir melden uns bei dir und du erhältst dein mein Biotop Schild.

Jetzt mitmachen